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Newsletter der LAG Schulsozialarbeit Sachsen e.V.
Liebe Abonnent:innen, "besinnlich" ist dieser Tage vermutlich ein Wort, das bestenfalls in die Kategorie "der Gedanke zählt" fällt. Die Landtagswahlergebnisse und die letztlich daraus resultierende unsichere Haushaltslage tragen in Verbindung mit großflächigen Kürzungsbestrebungen im sozialen wie kulturellen Bereich erheblich dazu bei. Auch wir als über die Richtlinie der überörtlichen Jugendhilfeplanung geförderte Fachstelle können für die erste Jahreshälfte 2025 noch nicht zu 100% zuverlässig planen. Den Kopf in den Sand zu stecken ist für uns allerdings genau so wenig eine Alternative.
Deshalb freuen wir uns u.a. nach wie vor auf den anstehenden Relaunch unserer Website und sind vor allem gespannt, wie sich das neue Buchungstool für unsere Fortbildungen in der Praxis bewähren wird. Das Fortbildungsprogramm für 2025 steht bereits. Es finden natürlich wieder bekannte und vielgebuchte Formate wie "Neu in der Schulsozialarbeit", "Klassenaufstellung" oder "Systemisches Arbeiten" statt, jedoch auch einige neue Angebote, beispielsweise Schulabsentismus und No Blame Approach. Detailliertere Infos zum Fortbildungsprogramm gibt es im folgenden Absatz.
Wir hoffen also auf ein zahlreiches Wiedersehen in den verschiedensten Runden, Formaten und Gremien und wünschen bis dahin schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Paula Bormann, Kathleen Hänel, Stephanie Jeske, Wolfgang Müller Team der Bildungsreferent:innen der LAG Schulsozialarbeit Sachsen e.V
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 ***Nächste Fortbildungen mit freien Plätzen******Fortbildungsprogramm 2025***Wir erwarten den Relaunch unserer Homepage zum Jahresbeginn 2025 und wollten es uns, aber vor allem euch ersparen, mit einem halb-funktionalen Buchungstool als Zwischenlösung zu arbeiten. Unser Fortbildungsprogramm 2025 ist daher vorerst nur zur Ansicht für euch online, damit ihr jetzt schon stöbern und ggf. planen könnt. Die Möglichkeit zur Anmeldung wir es voraussichtlich innerhalb der ersten 2 Monate des neuen Jahres geben.
Es wird auf jeden Fall einen Sonder-Newsletter dazu geben, in dem wir zeitecht über die neuen Anmeldungs- und Buchungsoptionen informieren.
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***Neues Angebot der LAG***SAVE THE DATE: "Bildung zum Mittag" - kostenfreies Online-Format 06. März 2025, 13 - 14:30 Uhr via Zoom (Anmeldung über LAG-Homepage, Info folgt)
Kinder inhaftierter Eltern - auch ein Thema der Schulsozialarbeit Schätzungen zufolge sind in Deutschland über 100.000 Kinder von der Inhaftierung eines Elternteils betroffen, dadurch in besonderer Weise belastet und dem Risiko einer Gefährdung ausgesetzt. Eine Problematik liegt dabei in der Schnittstelle zwischen Justizvollzug und Kinder- und Jugendhilfe. Deshalb hat im vergangenen Jahr auch die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder betont, „dass die besondere Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen mit inhaftierten Elternteilen noch stärker in den Blick zu nehmen ist und eingeleitete Maßnahmen der Justiz bedarfsgerecht durch Leistungen und Unterstützungsmaßnahmen der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe ergänzt und flankiert werden sollen". Kinder inhaftierter Eltern besuchen jegliche Schulform. Erfahrungsgemäß taucht das nach wie vor tabuisierte Thema dort nicht auf, weshalb die inneren Konflikte und Sorgen keine Entlastung erfahren können. Schulsozialarbeit kann hier Unterstützung leisten und dazu beitragen, Entwicklungen sozialer Benachteiligung und individueller Beeinträchtigung bei den betroffenen Kinder entgegenzuwirken.
Die online-Veranstaltung soll einen ersten Zugang zur Thematik darstellen und bietet die Möglichkeit für Rückfragen.
Referent:innen: Patrick Börner – Koordination Familienorientierung im sächsischen Justizvollzug und Annika Obenaus – Sozialdienst Frauenvollzug JVA Chemnitz |
***Verein***Am 15.11. durften wir im Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium in Chemnitz unsere 2. Mitgliederversammlung des Jahres abhalten. Wir freuen uns über die Aufnahme dreier neuer Mitglieder, sowie über die schnelle Neuwahl des freigewordenen Platzes im Vorstand..
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Wir danken Mario Brand (Diakonie Marienberg) für seine langjährige engagierte Tätigkeit als Schatzmeister und freuen uns auf die künftige inhaltliche Zusammenarbeit mit Stefanie Hammerschmidt (LJBW). Das Amt von Mario Brand übernimmt ab sofort dankenswerterweise unser Vorstandsmitglied Kristin Wolf (FairBund). Da diese Entscheidung relativ kurzfristig getroffen wurde, möchten wir uns in diesem Zusammenhang noch einmal ausdrücklich für eventuelle Iritationen im Rahmen der Rechnlungslegung der Mitgliedsbeiträge entschuldigen. Neben Informationen aus Verein und Fachstelle wurden wie immer auch aktuelle Themen der Mitglieder eingebracht. Zentrales, den Tag begleitendes Thema, waren die unterschiedlichen Kürzungstendenzen im Bereich Schulsozialarbeit im ganzen Land. Wir beobachten und begleiten die laufenden Prozesse seit längerem kritisch und positionieren uns weiterhin klar für einen flächendeckenden Ausbau der Schulsozialarbeit. Informationen zu neuen regionalen Kürzungsbestrebungen oder anderen fachlich nicht vertretbaren Entwicklungen nehmen wir jederzeit gern entgegen, um auf überörtlicher Ebene Signale und Impulse senden zu können.
***Kinderschutz***Kinderschutz und Schutzkonzepte – ein Thema für ALLE! Wenn Schulsozialarbeit an Schulen vorhanden ist, wird das Thema Kinderschutz nicht selten an die Schulsozialarbeiter:innen „übergeben“. Dabei wird vergessen, dass die an Schulen tätigen Lehrpersonen und pädagogischen Fachkräften ebenso einen Kinderschutzauftrag haben: Das Sächsische Schulgesetz regelt dies in §50a, Absatz 1: (1) Werden Lehrern an Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder eines Jugendlichen bekannt, soll die Schule die erforderlichen Maßnahmen nach dem Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz vom 22. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2975), in der jeweils geltenden Fassung, einleiten. Das KKG (Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz) konkretisiert diesen Auftrag noch einmal in Paragraph 4. Die Landesstelle Schule- Jugendhilfe (LSJ) bietet gemeinsam mit dem Kinderschutzbund Landesverband Sachsen sogenannte „Regionale Zirkel“ für Lehrpersonen an. Diese bieten Lehrkräften die Möglichkeit, sich zu den Themen Kinderschutz und Schutzkonzepte fortzubilden. Ein digitales Tool steht zur Verfügung, um den Stand der Schutzkonzeptentwicklung an der Schule zu überprüfen: Wo stehen wir? Was brauchen wir noch? Wer das Thema Kinderschutz an Schule also auf viele verantwortungsbewusste Schultern verteilen und somit den Kinderschutz stärken möchte, sollte die Regionalen Zirkel der LSJ an Kolleg:innen an Schule und Schulleitungen empfehlen – und sollte dabei schnell sein, denn sie sind sehr nachgefragt! |
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***News aus der Jugend- und Bildungspolitik***Kürzungen in der Schulsozialarbeit in Sachsen im November 2024
Wie bereits im letzten Newsletter skizziert, lässt sich nun, im Dezember 2024, die Gesamtsituation hinsichtlich der Kürzungen im Land deutlicher überblicken. Das tiefste Loch wird dabei in der Landeshauptstadt Dresden gerissen, wenn die geplante Einsparung von 20 Projekten und 25 Stellen tatsächlich vom Stadtrat beschlossen wird. Allerdings gibt es dagegen starken Widerstand, u.a. in Form von Demonstrationen, Initiativen sowie Presseberichterstattung.
Ähnlicher Widerstand formt sich in Chemnitz, der sich durch Maßnahmen, wie z.B. die „Allianz mit Substanz“ zeigt .
Auch in vielen Landkreisen sind Kürzungen schon beschlossen oder geplant, fast nirgendwo soll die Möglichkeit von 8.000 € Sachkosten je Vollzeitstelle ausgeschöpft werden. Zwei Landkreise planen freie Träger mit 5 – 10 % Eigenanteil an den Gesamtkosten der Stellen beteiligen, was mittelfristig vermutlich zur Aufgabe dieser Projekte führen wird.
Auf Landesebene gibt es nach wie vor keine Klarheit, ob ein Doppel-Haushalt 2025/26 in absehbarer Zeit zustande kommen wird, vermutlich kann ein Beschluss erst im Mai nächsten Jahres erfolgen. Gleichzeitig gibt es eine beruhigende Tatsache: das Sozialministerium hat 36,1 Mio. € für das Landesprogramm Schulsozialarbeit über eine Verpflichtungsermächtigung für die nächsten zwei Jahre gebunden, d.h. diese Gelder sind sicher, unklar bleibt bisher der Zeitpunkt einer Auszahlung von Abschlägen.Um die Bedeutung in der Praxis noch einmal zu unterstreichen, haben wir uns im Rahmen unserer Aktivität im Forum Jugendarbeit an der Erstellung eines Forderungspapiers beteiligt, welches sich an die regionalen Entscheidungsträger:innern richtet. Klar ist, dass es jetzt ein starkes Signal einer zukünftigen Landesregierung für einen weiteren Ausbau der Schulsozialarbeit braucht, der mit einer schrittweisen Aufstockung des Etats der Förderrichtlinie und mit einer Verankerung von Schulsozialarbeit an allen allgemeinbildenden Schulen im Laufe der Legislaturperiode einher geht. Deshalb wendet sich auch das Bündnis „Schulsozialarbeit an allen Schulen“ mit einem zweiten Aufruf an die Landespolitik. |
***Das Sozialministerium informierte uns in einem Gespräch darüber, dass in der Ausführung der Förderrichtlinie Schulsozialarbeit von Seiten des Landes Ausnahmeregelungen für Stellen unter 0,5 VzÄ bis 2028 weiterhin möglich sind, um einen Übergang zu ermöglichen. Entscheidungsträger seien hierbei aber die jeweiligen Träger der öffentlichen Jugendhilfe.
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***Möglichkeiten zur Beteiligung***Jetzt mitzeichnen: Petition, nicht nur für die Installierung von Schulsozialarbeit an einer Leipziger Grundschule, sondern für den flächendeckenden Ausbau von Schulsozialarbeit landes- und bundesweit! |
Patricia Schmidt, Studentin der Sozialen Arbeit an der Ostfalia-Hoschule, forscht im Rahmen ihrer Bachelorarbeit zu Erfahrungen von Schulsozialarbeiter:innen mit Interventionen gegen Cybergrooming bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren.
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Die psychische Gesundheit von Heranwachsenden ist ein unverändert zentrales Thema in allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe. Daher ist es für uns nach wie vor nicht nachvollziehbar, wie an qualitativ hochwertigen Angeboten wie dem Präventionsprojekt "HeyLife!" der Rotstift angesetzt werden kann. Unterstützt uns deshalb gern durch das Mitzeichnen und verbreiten unseres Statements dazu! ***Interessante Angebote anderer Anbieter***Projekt #UsetheNews
Auf der Website des Projektes #UsetheNews finden in der Jugendarbeit tätige Menschen eine prall gefüllte Datenbank mit vielen Materialien, Spielen, Methoden und anderen gut nutzbaren Möglichkeiten, um mit Jugendlichen (z.B. bei einem Klassenprojekt oder einer Soziales Lernen-Einheit) über Medienkonsum und Nachrichtenkompetenz ins Gespräch zu kommen.Eine Studie zur Nachrichtenkompetenz Jugendlicher und junger Menschen zeigt nämlich deutlich: Die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Bei journalistischen Nachrichten fehlt ihnen oft der Bezug zu ihrem persönlichen Alltag. Es wird also Zeit, das zum Thema zu machen und das Vertrauen in unsere Nachrichtenwelt wieder zu stärken. |
 | La Crima - Trauerbegleitung für Kinder in der Region Dresden: Fortbildungsprogramm für Fachkräfte - auch für Lehrkräfte! 2025
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 | Kostenfreier E-Learning-Kurs zum Thema Antimuslimischer Rassismus |
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